Studienfinanzierung
In Zeiten von Studiengebühren und hohen Lebenshaltungskosten ist für viele die Frage nach der Finanzierung ihres Studiums existenziell. Mit Wohnung, Verpflegung, Telefon- und Internetkosten und ab und zu Freizeit genießen kommt man als Studierender leicht auf monatliche Ausgaben in Höhe von 600 – 1.000 Euro. Und wie wird so ein Studentenleben finanziert? Meistens kommt das Geld aus einem Mix von Unterstützung durch die Eltern, Arbeiten und eventuell BAföG-Förderung. Wir haben dir einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung deines Studiums zusammengestellt.
1.) Die Familie
Natürlich ist die eigene Familie die erste Quelle, wenn es um die Studienfinanzierung geht. Je nach finanzieller Ausstattung reicht die Breite der Zuwendung dabei von der Überlassung des Kindergelds bis hin zur Komplettfinanzierung.
2.) BAföG
Wem die Familie nicht das Studium finanzieren kann, der bekommt unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Der Betrag kann bei verschiedenen Personen sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem wie vermögend die Eltern sind oder was man selber auf dem Konto bzw. an Vermögen auf dem Sparbuch hat. Derzeit beträgt der maximale Förderungsbetrag 643 Euro im Monat. Das Kindergeld wird übrigens beim BAföG nicht als Einkommen angerechnet. Nach dem Studium muss ein Teil des Geldes, maximal die Hälfte, zurückgezahlt werden.
Infos: http://www.bafoeg.bmbf.de/
3.) Arbeiten
Über 2/3 aller Studierenden in Deutschland jobben neben dem Studium. Es verwundert eigentlich, dass es nicht noch mehr sind, denn mit einem Studentenjob lässt sich nicht nur die eigene Kasse auffüllen, sondern man kann bereits sehr viele nützliche Erfahrungen für den späteren Berufseinstieg sammeln – vorausgesetzt, man hat einen Job der auch zum Studium passt.
Bei Studis-Online gibt es eine sehr gute Übersicht, was es zu beachten gilt, wenn man als Student jobbt.
4.) Stipendium
„Das schaff ich doch eh nicht.“ Weder an sein Studium noch an die Suche nach einem Stipendium sollte man so herangehen. Was hat man denn schon zu verlieren? Und wenn man dann den Test für ein Stipendium besteht, springen neben der finanziellen Förderung meist auch viele nützliche Kontakte durch den Stipendiengeber heraus.
Natürlich werden Stipendien nur nach einer genauen Bewerberauswahl vergeben. Bewerber, die besonders begabt sind oder sich sozial oder politisch engagieren, haben dabei die besseren Chancen. Aber die Bandbreite an Anbietern und den Vorausetzungen, welcher Student oder welcher Studiengang gefördert wird, ist groß. Nachforschen lohnt sich!
Die Stipendien-Datenbank von E-Fellows.net bietet einen guten ersten Anhaltspunkt zum Nachforschen.
5.) Studienkredite und -darlehen
Wenn BAföG und der Nebenjob nicht ausreichen, dann kommt vielleicht ein Studienkredit in Frage. Seit einigen Jahren wächst in der freien Wirtschaft die Zahl der Anbieter von Krediten für Studierende. Das Besondere an diesen Krediten ist, dass sie nicht – wie andere Darlehen – in einer Summe ausgezahlt werden, sondern monatlich. Neben vielen weiteren Banken hat die KfW Bank einen oft empfohlenen Studienkredit im Angebot.
Es gibt viele verschiedene Formen der Studienkredite. So kannst du z.B. evtl. die Auszahlung variieren oder die Rückzahlung gestaltet sich anders. Günstiger als ein Studienkredit kann ein Bildungskredit nach dem Bildungskreditprogramm des Bundes sein. Informationen hierzu gibt es unter www.bva.bund.de.
Wer sich erste Informationen zu einem Studienkredit holen will, ist mit dem Test der Stiftung Warentest gut bedient. Zudem hat auch das Centrum für Hochschulentwicklung einen Test durchgeführt.


