Bachelor Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin – Ein Erfahrungsbericht

Julia studiert im letzten Semester des Bachelors Wirtschaftskommunikation an der HTW Berlin und hat gerade ihre Bachelorarbeit über das Thema Lobbying geschrieben. Das klang ziemlich interessant und daher haben wir sie um ein Interview zu ihrem Studium gebeten.

Erfahrungsbericht von Julia

Liebe Julia, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unser Interview nimmst. Wie kamst du zu dem Entschluss, ein Studium im Bereich Kommunikation zu beginnen?

Welche Strategien erfolgreiche Kommunikation begünstigen und wie deren Umsetzung gut funktioniert, ist eines meiner Hauptinteressen

Ich wollte immer schon wissen, was alles hinter Wirtschaftskommunikation steckt. In unserer medialisierten Welt sind wir ja nonstop von Botschaften umgeben, sowohl draußen in urbanen Umgebungen als auch drinnen durch Internet, Fernsehen, aber auch durch indirekte, unbewusste Botschaften, wie z.B. in der Gestaltung des Arbeitsumfeldes. Welche Strategien erfolgreiche Kommunikation begünstigen und wie deren Umsetzung gut funktioniert, ist eines meiner Hauptinteressen. Und weil Kommunikation so vielseitig ist, gibt es auch eine Vielzahl an Möglichkeiten an sie heran zu gehen und sie zu gestalten. Ich wollte einfach wissen, wie die Kommunikationsbranche eigentlich tickt und was sich hinter dieser „Kommunikation“ verbirgt.

Du hast dich für den Studiengang Wirtschaftskommunikation an der HTW Berlin entschieden. Was waren deine Gründe hierfür, sowohl für Studiengang als auch Hochschule?

die angebotenen Lehrveranstaltungen klangen bei der HTW Berlin sehr interessant und vielseitig

Ein wichtiger Grund war erst einmal die Anzahl der Studierenden in Vorlesungen – ich habe von einer großen Uni hierher gewechselt, weil ich das Klima zwischen Professorinnen / Professoren und Studierenden als eher unpersönlich und distanziert wahrgenommen habe. Danach ging es natürlich darum, etwas zu finden, dass Spaß macht, und die angebotenen Lehrveranstaltungen klangen bei der HTW Berlin sehr interessant und vielseitig. Begünstigt hat meine Entscheidung auch, dass die HTW Berlin keine Studiengebühren erhebt und das Studium der Wirtschaftskommunikation auch im Sommersemester begonnen werden kann. Als ich dann die wunderbar renovierten Gebäude besichtigt hatte, direkt an der Spree und mit neuer Technik ausgestattet, fühlte ich mich da direkt wohl.

Bist du so nett und gibst uns einen Einblick in deinen Studienverlauf? Was sind die Studieninhalte, welche Schwerpunkte kannst du setzen? Kurzum: Was lernt man? Und wie ist die Studienatmosphäre?

Schwerpunkte können in Projektstudien, im Praktikum und natürlich in der Bachelorarbeit gesetzt werden

Ich habe mich den Großteil des Studiums an der Regelstudienordnung orientiert und immer wenn ich Zeit hatte noch extra Fächer belegt. Neben wirtschaftlichen Fächern wie BWL und Marketing gibt es auch sozialwissenschaftliche: Soziologie, Psychologie, Empirie, Rhetorik etc. Es sind ebenfalls noch Lehrveranstaltungen aus dem Bereich Kommunikationsdesign vorgesehen: es wird Basiswissen in der Adobe Creative Suite gesammelt, Abschlussarbeiten dafür beinhalten z.B. das Produzieren eines Films. Ebenfalls muss ein Praktikum ab dem 3. Semester absolviert werden, es bewegt sich im Umfang von 600 Stunden. Wer Zeit hat kann die oben schon angesprochenen AWE-Fächer oder Fremdsprachen auch zusätzlich belegen.

Schwerpunkte können in Projektstudien, im Praktikum und natürlich in der Bachelorarbeit gesetzt werden: ob im journalistischen Bereich, in der Unternehmenskommunikation oder in der Medien- oder Musikbranche bleibt jedem selbst überlassen. Im Studium kann bspw. Wissen über Unternehmensführung, Kommunikationsstrategien und die entsprechenden Werkzeuge gesammelt werden. Mich fasziniert immer noch die Praxisnähe, mit der die Dinge verständlich und logisch erklärt werden. Neben den bekannten Professoren erhalten Studierende hier Feedback von ehemaligen Mitarbeitern der großen internationalen Unternehmensberatungen. Die Studienatmosphäre ist nach wie vor top. Der neue Campus liegt direkt an der Spree, alles ist noch fast neu und es gibt genügend Platz zum Ausspannen. Natürlich befinden sich die Studiengänge alle in der Weiterentwicklung und in meiner Wahrnehmung spielen die Studierenden dabei eine wesentliche Rolle und werden ernst genommen bei Problemen. Aktuell wird z.B. an einer Kinderbetreuung gearbeitet, die Studierenden mit Kind entlasten soll.

Natürlich interessiert uns auch, wie du das Studium an der HTW Berlin bewertest. Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Was sind die positiven Erfahrungen? Und gibt es auch nicht so gute?

Die einzige, nicht so positive Erfahrung, die ich gemacht habe, war die Komplexität der ganzen Verordnungen und Strukturen im Studiengang zu durchschauen

Meine Erwartungen haben sich insgesamt sehr positiv bestätigt. Ich finde die Professorinnen und Professoren fair, freundlich und sehr bemüht. Natürlich gibt es auch Dozentinnen und Dozenten, die nicht so top sind, das passiert, genauso wie an anderen Unis. Dann muss eben versucht werden, einen Kompromiss zu finden. Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Zusammenarbeit gut klappt, z.B. durch Einführungsworkshops und Buddy Programme. Danach kommt es darauf an, wie sich jeder einzelne WiKo-Jahrgang selbst organisiert.

Die einzige, nicht so positive Erfahrung, die ich gemacht habe, war die Komplexität der ganzen Verordnungen und Strukturen im Studiengang zu durchschauen. Zwar beraten einen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf Anfrage, dennoch ist es teilweise langwierig und mühsam. Hier helfen Gruppen in sozialen Netzwerken, wo semesterältere Studierende den jüngeren viele hilfreiche Tipps und Infos geben können.

Die Kommunikationsbranche bietet ja verschiedenste Arbeitsmöglichkeiten. Auf welche Jobs und Tätigkeitsbereiche wird man im Bachelor Wirtschaftskommunikation eigentlich vorbereitet?

Das WiKo-Studium ist sehr breit angelegt, was auch einen vielseitigen Arbeitseinsatz ermöglicht: von diversen Kommunikationsagenturen (Presse, PR, Werbung, etc.), Kommunikationsabteilungen in Unternehmen oder im öffentlichen Dienst über Kampagnenberatung hin zu Online-Kommunikation ist alles möglich.

Natürlich können Praktika oder Abschlussarbeiten bei Unternehmen, Vereinen oder NGOs schon Türen zum späteren Arbeitsplatz öffnen.

Unsere letzte Frage: Wem würdest du dazu raten, ein Studium im Bereich Kommunikation bzw. Wirtschaftskommunikation anzutreten? Welche Eigenschaften sollte man mitbringen, was für ein „Typ“ sollte man sein?

Natürlich ist es auch interessant für jene, die sich noch nicht so viel unter Wirtschaftskommunikation vorstellen können und hinter die Kulissen blicken möchten

Raten würde ich es jedem, der sich breit gefächert weiterbilden möchte und dem ausgezeichnete Kommunikation wichtiger ist als reines BWL. Im Idealfall gehen die beiden Bereiche natürlich ineinander über, was auch im Studienprogramm so vorgesehen ist. Das Studium kann wertvoll sein für Interessierte, die vom Typ her gerne kommunizieren und später z.B. CEOs oder Unternehmen beraten möchten. Natürlich ist es auch interessant für jene, die sich noch nicht so viel unter Wirtschaftskommunikation vorstellen können und hinter die Kulissen blicken möchten. Von den Methoden her geht es mehr um praktisches Arbeiten und weniger um Theorie wälzen – natürlich ist das ein wichtiger Teil des Studiums, wenn auch nicht so extensiv. Wer sich selbstständig machen möchte, der kann hier auch einiges mitnehmen: es ist wichtig, flexibel zu bleiben und seine Interessen vielleicht durch extra Fächer zu ergänzen.

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