Finanzierung des Marketing Studiums

Wohnung, Bücher, Handyvertrag und der Kühlschrank will auch gefüllt sein: Studieren ist teuer. Besonders, wenn an deiner Traumhochschule Studiengebühren fällig werden. Wer im Studium nicht chronisch pleite sein will, sollte sich darum rechtzeitig über die Finanzierung Gedanken machen. Wir verraten dir, mit welchen Kosten du in deinem Marketing Studium rechnen musst und wie du das Ganze stemmen kannst.

Kosten im Studium

So viel kostet dein Studium

Wir machen das jetzt kurz und schmerzlos. Also tief durchatmen und hinsetzen: Je nach Wohnort und eigenen Präferenzen kommen für das Studium schnell Ausgaben in Höhe von 600 – 1.000 Euro monatlich zusammen.

Wer es genauer wissen will: Das Deutsche Studentenwerk hat 2012 mehr als 15.000 Studierende, die nicht mehr zu Hause wohnen, zu ihren Lebenshaltungskosten befragt. Dabei kam heraus, dass Studierende in ostdeutschen Städten wesentlich weniger Ausgaben für Miete, Ernährung, Kleidung, Fahrtkosten, Kommunikation, Freizeit, Lernmittel und Gesundheitsvorsorge benötigen. In Dresden haben Studierende Gesamtausgaben von 680 Euro im Monat, ähnlich ist es in Jena, Leipzig und Halle, wobei Rostock und Magdeburg mit 726 Euro bereits stärker den Geldbeutel belasten. Im Mittelfeld liegen Städte wie Freiburg (765 Euro), Karlsruhe (767 Euro), Aachen und Münster (775 Euro) sowie Göttingen (778 Euro) oder Braunschweig (780 Euro). Richtig teuer ist das studentische Leben in den größten deutschen Städten: München ist Spitzenreiter mit 902 Euro, gefolgt von Köln mit 893 Euro und Hamburg mit 888 Euro. In Berlin lebt es sich mit 833 Euro noch etwas günstiger.

Was kostet die Studentenbutze?

Gerade die Kosten für Miete dürften inzwischen aber nochmal kräftig gestiegen sein: Laut neueren Berechnungen des Forschungsinstituts Empirica ist die durchschnittliche Warmmiete für ein WG-Zimmer in Deutschland seit 2012 um satte 21 Prozent auf 340 Euro (2016) gestiegen. In München kostete ein zehn bis 30 Quadratmeter großes unmöbliertes Zimmer im Sommersemester 2016 im Schnitt mit 530 Euro bundesweit am meisten, gefolgt von Frankfurt a.M. und Stuttgart. Weniger tief müssen Studis immer noch im Osten in die Tasche greifen. In Leipzig, Magdeburg oder Chemnitz kostete ein WG-Zimmer der gleichen Größe nur zwischen 250 und 216 Euro im Monat. Mehr als 100 000 WG-Inserate wurden für das Ranking ausgewertet.

Tipps
zur Studienfinanzierung

Der Finanzierungsmix: So bezahlst du dein Studium

Und wie wird so ein Studentenleben nun finanziert? Meist kommt das Geld aus einem Mix von Unterstützung durch die Eltern, Nebenjobs und eventueller BAföG-Förderung. Wir haben dir einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung deines Marketing Studiums zusammengestellt:

Die Familie

Für viele Studis ist die eigene Familie die erste Adresse, wenn es um die Studienfinanzierung geht. Je nach finanzieller Situation der Eltern reicht die Breite der Zuwendung dabei von der Überlassung des Kindergelds bis hin zur Komplettfinanzierung. Rechtlich gesehen sind deine Eltern übrigens dazu verpflichtet, dir deine erste Ausbildung zu zahlen – darunter fällt auch das Hochschulstudium. Wie viel sie dir monatlich zahlen müssen, richtet sich nach ihrem Einkommen. Als Orientierung dient hier die sogenannte „Düsseldorfer Tabelle“. Wenn du dir von deinen Eltern finanzielle Unterstützung im Studium wünschst, solltest du das frühzeitig in Ruhe zu Hause besprechen. Damit das Thema Studienfinanzierung nicht zum Dauer-Streitthema wird, ist gegenseitiges Verständnis gefragt!

BAföG

Wem die Eltern das Studium nicht finanzieren können, der bekommt unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Der monatliche Betrag kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem wie hoch das Einkommen der Eltern ist oder was man selber auf dem Konto bzw. auf dem Sparbuch hat. Was viele nicht wissen: Auch z.B. ein Sparbuch, das deine Oma für dich auf deinen Namen angelegt hat oder ein eigenes Auto werden hierbei berücksichtigt. Ab Herbst 2016 gilt eine Vermögensfreigrenze von 7.500 Euro: solange dein Vermögen diesen Betrag nicht übersteigt, wird es nicht angerechnet. Zum Wintersemester 2016 wird außerdem der Förderungshöchstsatz von 670 auf 735 Euro im Monat erhöht. Dann darfst du auch bis zu 450 Euro durch einen Nebenjob verdienen, ohne, dass du Abzüge zu fürchten hast. Das Kindergeld wird übrigens beim BAföG nicht als Einkommen angerechnet. Nach dem Studium muss die Hälfte des Geldes, aber maximal 10.000 Euro, zurückgezahlt werden (weitere Infos: www.bafoeg.bmbf.de)

Arbeiten

Über zwei Drittel aller Studierenden in Deutschland jobben neben dem Studium. Kein Wunder, denn mit einem Studentenjob lässt sich nicht nur die eigene Kasse auffüllen, sondern du kannst bereits viele nützliche Erfahrungen für den späteren Berufseinstieg sammeln – vorausgesetzt, man hat einen Job, der auch zum Studium passt. Im Marketing sind solche Studentenjobs besonders wichtig, denn die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist groß. Und wer frühzeitig Berufsluft schnuppert, der weiß schneller, welcher Bereich im Marketing ihm am meisten Spaß macht.

Auf das-Richtige-studieren.de gibt es eine gute Übersicht, was es zu beachten gilt, wenn man als Student jobbt. Zudem gibt es zahlreiche Jobbörsen, auf denen studentische Mitarbeiter gesucht werden bzw. Studenten suchen können. Dazu zählt u.a. onlinemarketingjobs.de oder Studentenjobbörsen, wie z.B. Jobmensa.

Stipendium

„Das schaff ich doch eh nicht.“ Mit der Einstellung sollte man weder an sein Studium noch an die Suche nach einem Stipendium herangehen. Was hat man denn schon zu verlieren? Natürlich werden Stipendien nur nach strengen Auswahlverfahren vergeben. Bewerber, die besonders begabt sind oder sich sozial oder politisch engagieren, haben dabei die besseren Chancen. Aber die Bandbreite an Anbietern und Voraussetzungen für eine Förderung ist sehr groß. Nachforschen lohnt sich also! Deshalb haben wir dir zum Thema Stipendium für das Marketing Studium noch mehr Informationen in einem eigenen Beitrag zusammengestellt (⇒ Stipendien für Marketing-Studenten).

Studienkredite und -darlehen

Wenn BAföG und Nebenjob nicht ausreichen, dann kommt vielleicht ein Studienkredit zur Finanzierung deines Marketing Studiums in Frage. Seit einigen Jahren wächst in der freien Wirtschaft die Zahl der Anbieter von Krediten für Studierende. Das Besondere an diesen Krediten ist, dass sie nicht – wie andere Darlehen – in einer Summe ausgezahlt werden, sondern monatlich. Neben vielen weiteren Banken hat die KfW Bank einen oft empfohlenen Studienkredit im Angebot.

Günstiger als ein Studienkredit kann ein Bildungskredit nach dem Bildungskreditprogramm des Bundes sein. Informationen hierzu gibt es unter www.bva.bund.de. Wer sich erste Informationen zu einem Studienkredit holen will, ist mit dem Test der Stiftung Warentest gut bedient. Zudem hat auch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) einen sehr guten Test von Studienkrediten und Bildungsfonds durchgeführt. Hier findet man auch Informationen zum KfW Studienkredit.

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