Marketing Weiterbildungen – Alle Infos

Wer im Marketing Karriere machen möchte, braucht nicht zwingend einen Bachelor- oder Masterabschluss. Auch mit einer beruflichen Weiterbildung kann man hier richtig durchstarten. Und auch für Akademiker oder erfahrene Marketer kann eine Weiterbildung, z.B. im Social Media Marketing oder Online Marketing, lohnenswert sein. Welche Marketing Weiterbildungen es gibt, für wen sie sich eignen und an welchen Merkmalen man ein gutes Angebot erkennt, erläutern wir dir hier.

Marketing Weiterbildungen im Überblick

Alles, was du über Marketing Weiterbildungen wissen musst... 

Worum geht‘s in Marketing Weiterbildungen?

Marketing ist ein unglaublich breites Feld mit vielen verschiedenen Spezialisierungen. Deswegen können wir hier auch nicht alle Weiterbildungen aus diesem Bereich vorstellen, sondern beschränken uns auf einige Beispiele wie den Online Marketing Manager oder den geprüften Fachkaufmann/Fachwirt für Marketing (IHK). So unterschiedlich die verschiedenen Angebote auch sind, weisen sie dennoch große inhaltliche Schnittmengen auf. Fast alle beschäftigen sich mit Thematiken wie

  • Zielgruppenanalyse
  • Unternehmens- und Kommunikationsstrategien
  • Marktforschung
  • Marketinginstrumente
  • Marketingmanagement
  • Projektmanagement
  • Monitoring
  • Betriebswirtschaft 

Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Marketing Weiterbildung sind die Absolventen mit ihrem Fachwissen entsprechend in der Lage, selbstständig Marketingstrategien zu entwerfen, die geeigneten Instrumente für deren Umsetzung auszuwählen und Aufgaben im Produktmanagement, der Kundenbetreuung oder im Verkauf zu übernehmen. 

Spezialisierungen: Social Media Manager, Online Marketing & Co.

Je nach Spezialisierung beinhalten die Lehrgänge auch noch Module zu Themen wie Volkswirtschaft, Online-Tools, Social Media Marketing oder Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit. Um die Weiterbildung zu finden, die am besten zu deinem Interessenschwerpunkt und deiner beruflichen Zielsetzung passt, ist es auf jeden Fall sinnvoll, im Vorhinein verschiedene Lehrpläne genau miteinander zu vergleichen. Die Weiterbildungsinhalte können in der Regel auf der Homepage des jeweiligen Bildungsträgers eingesehen oder bei der Studienberatung erfragt werden.

Was sind die Voraussetzungen für eine Marketing Weiterbildung?

Der deutsche Bildungsrat definierte den Begriff Weiterbildung 1970 als „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass eine Weiterbildung in erster Linie dazu dient, sich noch besser zu qualifizieren und neues Wissen anzueignen. Dabei wird in der Regel auf bestehende schulische und berufliche Kenntnisse aufgebaut. Aus diesem Grund verlangt ein Großteil der Bildungsträger als Zulassungsvoraussetzung von den Teilnehmern auch eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrere Jahre berufliche Erfahrung.

Einige Weiterbildungen kann man auch mit einem mittleren oder höheren Schulabschluss absolvieren. Dabei sollte man allerdings beachten, dass diese in der Regel nicht berufsqualifizierend sind und dementsprechend allein kein Studium oder eine Ausbildung ersetzen.

Rechtzeitig informieren!

Da sich die konkreten Zulassungsvoraussetzungen je nach Institut und Lehrgang unterscheiden, solltest du dich am besten frühzeitig informieren und überprüfen, ob deine individuellen Qualifikationen für die Teilnahme an deiner Wunschweiterbildung ausreichend sind. Die Details findest du auf der Homepage des jeweiligen Bildungsanbieters oder erhältst sie bei der Studienberatung der Hochschulen und Akademien. Einen Überblick über die verschiedenen Angebote bekommst du in unserer Datenbank.

Zur Weiterbildungs-Datenbank

Weiterbildungsdauer & Verlauf

Weiterbildungen im Bereich Marketing können ganz unterschiedlich aufgebaut sein: Manche finden nur am Wochenende oder abends statt, andere erfolgen in Form eines Vollzeit-Präsenzlehrgangs und wieder andere sind als berufsbegleitender Fern- bzw. Onlinelehrgang organisiert, in welchem sich die Studierenden den größten Teil der Lehrinhalte im zeitlich und räumlich flexiblen Selbststudium aneignen.

Auch die Dauer der Kurse und Lehrgänge variiert stark: Vom eintägigen Seminar bis zum zwölfmonatigen Lehrgang ist alles mit dabei. Meist sind die zeitlich komprimierteren Angebote als Präsenzlehrgang konzipiert, Lehrgänge mit einer längeren Dauer werden dagegen eher in Form eines Fern- oder Wochenendlehrgangs angeboten.

Unterschiedliche Zielgruppen

Dass die Unterschiede hier so groß sind, liegt aber nicht nur daran, dass die Weiterbildungen von verschiedenen Bildungsträgern angeboten werden, sondern auch daran, dass sie unterschiedliche Zielgruppen haben.

So richten sich zum Beispiel Kurse und Seminare die nur einige Tage dauern meist an erfahrene Marketing-Fachkräfte, die ihr Wissen auffrischen oder sich einem bestimmten Bereich spezialisieren möchten. Längere Studiengänge gehen das Thema Marketing hingegen allgemeiner und umfassender an und eignen sich so besonders für alle, die neu in der Branche sind oder die eine erste grundlegende Qualifikation erwerben möchten. Bei der Auswahl deiner Wunschweiterbildung solltest du also nicht nur darauf achten, dass sie von der Durchführungsart und Dauer zu deinen Lebensumständen passt, sondern auch sicher gehen, dass sie an deinen aktuellen Wissensstand und deine berufliche Zielsetzung angepasst ist.

Wie erkenne ich eine gute Marketing Weiterbildung?

Bachelor und Master sind akademische Titel, haben auf dem Arbeitsmarkt eine hohe Wertigkeit und sind allgemein anerkannt. Anders sieht es im Weiterbildungsbereich aus. So muss man zuerst einmal differenzieren zwischen Lehrgängen mit öffentlich-rechtlich geregelten Prüfungsvorschriften (wie zum Beispiel die Aufstiegsfortbildung zum Meister oder zum geprüften Fachwirt der Industrie-und Handelskammern) und Weiterbildungen ohne öffentlich-rechtlich geregelte Prüfungsvorschriften, wie sie von zahlreichen privaten Bildungseinrichtungen angeboten werden. Letztere schließen die Teilnehmer entweder mit einem institutsspezifischen Diplom oder Zertifikat der jeweiligen Akademien und Hochschulen oder aber einer Teilnahmebescheinigung ab.

Im Gegensatz zu Angeboten mit öffentlich-rechtlichen Prüfungsvorschriften haben institutsspezifische Abschlüsse auf dem Arbeitsmarkt aber unterschiedliche Bekanntheits- und Beliebtheitsgrade. Letztendlich entscheidet nämlich immer der individuelle Arbeitgeber, ob ein bestimmter Lehrgang oder Abschluss seinen Anforderungen an die Qualifikation seiner Mitarbeiter genügt oder nicht.

Erfahrungsberichte

Wenn du dir also unsicher sein solltest, welche Wertigkeit deine Wunschweiterbildung wirklich hat, dann macht es Sinn, sich vor der Anmeldung mit deinem (potentiellen) Arbeitgeber oder einem berufserfahrenen Kollegen auszutauschen. Diese können aufgrund ihrer unabhängigen Position und ihrer Erfahrung oft am besten beurteilen, welche Weiterbildung dir den gewünschten beruflichen Erfolg bringt und von welcher du lieber die Finger lassen solltest. Wenn die Möglichkeit besteht, solltest du dich unbedingt auch mit ehemaligen Absolventen unterhalten.

ZFU-Siegel

Siegel der ZFUDu hast gerade keinen qualifizierten Gesprächspartner zur Hand? Kein Problem, denn es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Tipps und Hinweise, mit deren Hilfe man eine hochwertige Weiterbildung erkennen kann. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Orientierung und Bewertung anhand spezieller Siegel. So gibt es im Bereich des Fernunterrichts zum Beispiel das Siegel der ZFU (staatliche Zentralstelle für Fernunterricht), welches belegt, dass der Lehrgang staatlich anerkannt ist und dementsprechend bestimmten qualitativen Kriterien entspricht.

Im Bereich der Präsenzweiterbildungen fehlt leider ein solches einheitliches Siegel, da die meisten Anbieter die Qualität ihrer Studiengänge durch Selbstkontrolle sichern. Teilweise unterwerfen sich manche Anbieter aber der Qualitätskontrolle durch Verbände oder ähnlichen Einrichtungen und dürfen ihr Angebot im Gegenzug entsprechend kennzeichnen. Allerdings gibt es auch hier viele Siegel mit nur geringer Aussagekraft. Aus diesem Grund sollte man hinterfragen, welche Anforderungen die Institute erfüllen müssen, um ein solches Siegel zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit stellen Umfragen von seriösen Portalen oder Bewertungen in Online-Foren dar.

Kriterien für gute Weiterbildungen

Darüber hinaus gibt es einige universelle Merkmale, die eine Weiterbildung auf jeden Fall erfüllen sollte, um als seriös und qualitativ hochwertig zu gelten:

  • Der Bildungsanbieter sollte genau definieren, welche Zielgruppe mit der Weiterbildung angesprochen werden soll.
  • Der Bildungsanbieter sollte gewisse Vorkenntnisse und Qualifikationen voraussetzen.
  • Referenten und Kursleiter sollten langjährige Berufserfahrung vorweisen können.
  • Der Bildungsträger sollte eine kostenlose und umfassende Studienberatung anbieten. 
  • Der Bildungsanbieter sollte eine transparente Informationspolitik in Bezug auf Inhalte, Kosten, Dauer, Aufbau, Methoden und sonstige Rahmenbedingungen verfolgen.
  • Die Weiterbildung sollte einen angemessen hohen Praxisbezug aufweisen. 

Ziele der Weiterbildung: Wo will ich hin?

Bei der Auswahl eines Lehrgangs solltest du außerdem immer im Auge behalten, was deine langfristige berufliche Zielsetzung ist. So ermöglichen dir manche Fort- oder Weiterbildungen zum Beispiel den Zugang zu höheren Bildungseinrichtungen wie Fachhochschulen oder dienen als Grundlage für weitere Angebote mit noch höherer Qualifikation, während andere dich vor allem im spezifischen beruflichen Kontext weiterbringen.

Stipendien für Weiterbildungen im Marketing

Gute Nachrichten für alle Weiterbildungsinteressierten, die sich noch mit der Finanzierungsfrage schwertun: Es gibt spezielle Stipendienprogramme für Weiterbildungen im Bereich Marketing.

Der Deutsche Dialogmarketing Verband zum Beispiel vergibt einmal im Jahr Stipendien für die Weiterbildungen „Fachwirt Social Media“, „Fachwirt Dialogmarketing“ und „Fachwirt Online Marketing“ der Deutschen Dialogmarketing Akademie (DDA) sowie für den „Dialog- und Onlinemarketing-Fachwirt“ der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW). Infos dazu findest du hier. Eine andere Fördermöglichkeit gibt es für sehr gute IHK-Absolventen in NRW: Das WAK Stipendium fördert den „Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in“ mit Schwerpunkt Marketingkommunikation an der Fachschule für Wirtschaft der WAK in Köln. Mehr dazu hier.

Berufsaussichten im Marketing

Die Marketingbranche bietet zahlreiche Karriereoptionen. Je nachdem in welchem Bereich du dich spezialisierst, kannst du in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern tätig werden – von der Marktforschung übers Produktmanagement, PR-Abteilungen und Vertrieb bis hin zum Online oder Social Media Marketing oder der Kundenbetreuung.

Je nach Tätigkeitschwerpunkt bist du dann zum Beispiel dafür zuständig, die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens zu vermarkten, gute Beziehungen zu Kunden aufzubauen und neue hinzuzugewinnen oder dafür zu sorgen, dass dein Arbeitgeber in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen wird. Zu den klassischen Arbeitgebern von Marketing-Fachkräften zählen zum Beispiel

  • Werbe- und Kommunikationsagenturen
  • Marketing- und Vertriebsabteilungen von Unternehmen, Organisationen und Vereinen
  • Marktforschungsinstitute 

Schon längst besitzen nicht mehr nur große Unternehmen und Organisationen Marketing- und Customer Relationship-Abteilungen und benötigen entsprechend qualifizierte Mitarbeiter. Auch kleine und mittelständische Firmen setzen für ihren Erfolg immer stärker auf die Kommunikationsspezialisten, was zu einer hohen Nachfrage führt. Da sich Marketing-Ausbildungsberufe und –Studiengänge aber nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen und auch Quereinsteiger aus anderen Branchen gute Berufschancen haben, steht der Nachfrage ein verhältnismäßig großes Angebot an Fachkräften gegenüber.

Neben einer spezialisierten Aus- oder Weiterbildung gibt es außerdem noch bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften, die man auf jeden Fall mitbringen sollte, wenn man in der Marketingbranche erfolgreich sein möchte. So ist es zwar weithin bekannt, dass Kommunikationsfähigkeit und Kreativität hier wichtig sind, gern wird dabei aber vergessen, dass der Job auch eine betriebswirtschaftliche und analytische Seite hat. Dementsprechend sollte man der Mathematik zumindest nicht komplett abgeneigt sein und außerdem über eine strategische Denkweise verfügen. Wenn du all diese Eigenschaften und eine gute Aus- oder Weiterbildung mitbringst, dann steht deiner Karriere im Marketing nichts mehr im Weg!

Gehalt

Die Verdienstchancen in der Marketingbranche gelten generell als sehr gut; dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die Höhe des Gehalts oft leistungsbezogen ist und dementsprechend auch vom eigenen beruflichen Erfolg abhängig ist. Durch die vielen unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Marketing-Fachleuten gibt es in der Branche außerdem eine hohe Einkommensvariabilität, so dass es prinzipiell nicht möglich ist, verlässliche Angaben zum Gehalt zu machen. Die Zahlen, die wir dir im Folgenden vorstellen, solltest du deswegen eher als Orientierungswert verstehen, von denen dein reales Bruttogehalt stark abweichen kann – sowohl nach oben als nach unten.

Einstiegsgehälter in der Marketingbranche können bei kleineren Agenturen oder Unternehmen bei rund 25.000 bis 28.000 Euro im Jahr liegen. Bei größeren Arbeitgebern sind sie mit durchschnittlich 30.000 Euro im Jahr in der Regel etwas höher. Doch nicht nur die Unternehmensgröße hat einen entscheidenden Einfluss auf dein Gehalt, denn auch wachsende Berufserfahrung und deine individuelle Position im Unternehmen wirken sich direkt darauf aus. So ist es zum Beispiel keine Seltenheit, dass erfahrene Marketingfachleute in leitenden Anstellungen Löhne im dreistelligen Bereich erhalten. Außerdem erhalten Angestellte, die einen akademischen Abschluss haben, in der Regel mehr Gehalt als ihre Kollegen, die über eine Ausbildung in den Beruf gekommen sind.

Eine Weiterbildung kann sich unter Umständen als richtiger Gehalts-Booster erweisen, wenn sie zu einem beruflichen Aufstieg oder zu einer Spezialisierung führt. Last, but not least, hängt dein Einkommen zu einem gewissen Grad auch immer von dir selbst ab: Mit Geschick kannst du in der Gehaltsverhandlung durchaus etwas mehr für dich rausholen, und später können deine guten Leistungen dir den ein oder anderen Bonus einhandeln.

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