Master Management und Marketing an der Uni Wuppertal: Erfahrungsberichte (Teil 2)

Die Uni Wuppertal ist eine der wenigen staatlichen Universitäten, die ein spezialisiertes Marketing Studium anbieten. Lisa, Sarah und Torben haben sich dort aus unterschiedlichen Gründen für den Master Management und Marketing entschieden. Wir haben mit den drei Studenten über ihr Studium gesprochen.

Teil 1: Lisa im Interview

Teil 2: Sarah im Interview

Teil 3: Torben im Interview

Erfahrungsbericht von Sarah

Darum habe ich mich für diesen Studiengang entschieden:

Mir war schon recht früh klar, dass ich später einmal in der Marketing- bzw. Kommunikationsbranche Fuß fassen möchte - bestenfalls sogar mit meiner eigenen Agentur. Nachdem ich meinen Bachelor in Medien- und Kommunikationsmanagement mit den Schwerpunkten Marketing und Kommunikation an einer privaten Fachhochschule beendet habe, wollte ich meine Kenntnisse im Marketing noch erweitern, da ich mich trotz mehrere Werkstudenten-Anstellungen innerhalb des Marketings noch nicht bereit gefühlt habe, um voll und ganz ins Berufsleben einzusteigen.

So läuft mein Studium ab:

Im Vergleich zur FH muss ich allgemein sagen, dass das Masterstudium an einer Uni wesentlich trockener ist

Jetzt in meinem Master an einer Universität gibt es keine Pflicht-Praktika und leider besteht auch nicht die Möglichkeit, diese freiwillig zu machen und anschließend anrechnen zu lassen. Im Vergleich zur FH muss ich allgemein sagen, dass das Masterstudium an einer Uni wesentlich trockener ist, als an einer FH, was ich innerhalb einer sehr praxisorientierten Branche wie dem Marketing nicht unbedingt förderlich finde. An meiner Uni gibt es einige Pflichtveranstaltungen (Personalmanagement, Marketing, Empirische Forschung, Arbeits- und Organisationspsychologie und Strategisches Service Management), welche teilweise auf Deutsch und teilweise auf Englisch gehalten werden. Außerdem bin ich dazu verpflichtet zwei Wahlpflichtfächer zu wählen und zwei Seminare zu belegen. Um die beliebtesten Seminare gibt es einen großen Konkurrenzkampf, weshalb man leider oft dazu gezwungen wird Seminare zu belegen, die einen letztendlich nicht unbedingt interessieren. Im allgemeinen muss ich sagen, dass mein Bachelor mir wesentlich besser gefallen hat. Nicht nur, da er viel praxisorientierter war, sondern auch, weil jeder Student die Möglichkeit hatte genau die Schwerpunkte zu wählen, die er wollte; abgelehnt wurde hier niemand, zur Not wurde ein weiterer Kurs zusammengestellt. Hierzu muss ich aber erwähnen, dass ich meinen Bachelor an einer Privaten Hochschule gemacht habe, weshalb der Vergleich mit einer staatlichen Universität eventuell etwas unfair ist.

Ich kann meine Hochschule empfehlen/ nicht empfehlen, weil...

Allerdings ist meine Uni wirklich besser für Studenten geeignet, die Ihren Bachelor auch schon auf einer Universität gemacht haben

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich meine Hochschule nicht weiter empfehlen würde. Zwar gibt es meiner Meinung nach eindeutig Verbesserungsbedarf, (vor allem bei der Belegung von Seminaren und bezüglich der sehr theoretischen Inhalte), aber, dass die Uni absolut schlecht ist, kann ich auch nicht behaupten. Die Dozenten sind zum größten Teil sehr nett und kompetent. Allerdings ist meine Uni wirklich besser für Studenten geeignet, die Ihren Bachelor auch schon auf einer Universität gemacht haben. FH-Studenten wird, genau wie mir, höchst wahrscheinlich der Praxisbezug fehlen.

Diese Interessen und Fähigkeiten sollte man für den Studiengang mitbringen:

Außerdem ist es vor allem im Marketing sehr wichtig Praxiserfahrungen zu sammeln

Wer Marketing studieren möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es nicht ausschließlich darum geht "Werbung zu machen". Viele meiner Kommilitonen dachten nämlich genau das und waren letztendlich darüber schockiert, wie mathe- und statistiklastig dieser Studiengang ist. Marketing ist ein Teilbereich der Betriebswirtschaftslehre, weshalb auch hier "unangenehme" Fächer wie Rechnungswesen, Statistik, Algebra, Finanzmathe, Handelsrecht usw. nicht zu kurz kommen. Studenten, die absolut nichts mehr mit Mathe am Hut haben möchten, sollten sich also nicht unbedingt für Marketing entscheiden. Außerdem ist es vor allem im Marketing sehr wichtig Praxiserfahrungen zu sammeln (z.B. durch Praktika oder Werkstudenten-Anstellungen). Angehende Marketing-Studenten sollten sich also darüber im Klaren sein, dass Sie einen Großteil Ihrer Freizeit opfern müssen, um später auf dem Arbeitsmarkt akzeptiert zu werden. Außerdem sollte ein Marketing-Studenten auch ein gewisses Maß an analytischen Fähigkeiten mitbringen.

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